Apples kleinere Nano-SIM wird Standard

Der US-Konzern Apple hat im Streit um den Standard für kleinere SIM-Karten einen wichtigen Sieg errungen. Die Kalifornier setzten sich mit ihrem Vorschlag gegen einen Entwurf von Nokia, Motorola und dem Blackberry-Anbieter RIM durch. Das entschied das zuständige europäische Gremium, das European Telecommunications Standards Institute (ETSI).

Damit einigte man sich auf einen Standard für die um 40 Prozent verkleinerte . Die ETSI teilte am Freitag mit, die neue Karte werde kompatibel zu bisherigen SIM-Versionen sein. Apple setzt bei seiner Variante auf keine ganz neue Form, sondern will das Prinzip die bisherige SIM-Form mit noch weniger Plastikrand beibehalten. Am Ende bleibt dann nur noch der Chip mit einer ganz dünnen Umrandung übrig. Eigentlich hatte die Entscheidung schon bei einem ETSI-Treffen im März fallen sollen. Doch der Streit zwischen Apple und den anderen Konkurrenten verhinderte dies.

Derzeit werden auf SIM-Karten vor allem die Zugangsinformationen des Mobilfunk-Anbieters gespeichert. In Smartphones, vor allem bei Apples iPhone-Reihe, kommt schon heute eine kleinere Micro-SIM zum Einsatz. Durch die kleinere Nano-SIM werden kommende Geräte noch flacher und kompakter. Die Nano-SIM wird mit einer Abmessung von 12,3 zu 8,8 zu 0,67 Millimetern daherkommen. Die neue Karte wird damit in etwa so lang sein wie die heutige Micro-SIM breit ist.

Nokia war gegen den Vorschlag von Apple und übte Kritik, da Nutzer sie versehentlich falsch herum in die heutigen Micro-SIM-Slots reinstecken könnten. Nokia drohte sogar, den Vorschlag von Apple zu boykottieren, sollte er zum Standard erklärt werden.

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